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Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Kalkuly – Inhaber Mikail Inam, Fasanenstraße 14, 45772 Marl (nachfolgend „Anbieter")

§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese Bedingungen gelten für alle Verträge über die Nutzung der Software Kalkuly zwischen dem Anbieter und dem Kunden.

(2) Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmerinnen und Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, an juristische Personen des öffentlichen Rechts und an öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB kommt nicht zustande.

(3) Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn der Anbieter ihnen nicht ausdrücklich widerspricht.

§ 2 Vertragsgegenstand

(1) Der Anbieter stellt dem Kunden die Software Kalkuly als webbasierte Anwendung („Software as a Service") über das Internet zur Nutzung bereit. Eine Übergabe des Quellcodes oder eine Installation beim Kunden erfolgt nicht.

(2) Der Funktionsumfang ergibt sich aus der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültigen Leistungsbeschreibung auf kalkuly.de sowie aus dem gebuchten Tarif.

(3) Der Anbieter schuldet die Bereitstellung der Software, nicht die Richtigkeit der vom Kunden oder mit Hilfe der Software erzeugten Ergebnisse. Insbesondere sind Kalkulationsergebnisse, Preisvorschläge und Auswertungen der Foto-Analyse unverbindliche Hilfswerte. Der Kunde bleibt für die Prüfung und Verwendung eigenverantwortlich.

§ 3 Vertragsschluss und Testphase

(1) Die Darstellung der Tarife auf kalkuly.de ist kein bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots.

(2) Mit Absenden der Bestellung gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab. Der Vertrag kommt mit Bestätigung durch den Anbieter oder mit Freischaltung des Zugangs zustande.

(3) Der Anbieter stellt eine kostenlose Testphase von 30 Tagen ohne Angabe von Zahlungsdaten bereit. Die Testphase endet automatisch. Es entsteht keine Zahlungspflicht, wenn der Kunde nicht ausdrücklich einen kostenpflichtigen Tarif bucht.

(4) Nach Ablauf der Testphase oder bei ausbleibender Zahlung kann der Anbieter den Zugang sperren. Die Daten des Kunden bleiben für einen Zeitraum von mindestens 30 Tagen nach Sperrung wiederherstellbar gespeichert.

§ 4 Preise und Zahlung

(1) Es gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses vereinbarten Preise. Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

(2) Die Vergütung ist monatlich im Voraus fällig, bei jährlicher Zahlweise jährlich im Voraus.

(3) Die Zahlung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe. Für Tarife mit persönlicher Betreuung kann Rechnungsstellung vereinbart werden; Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen ohne Abzug zu zahlen.

(4) Gerät der Kunde in Zahlungsverzug, ist der Anbieter berechtigt, den Zugang nach vorheriger Ankündigung und Ablauf einer Frist von 7 Tagen zu sperren. Die Zahlungspflicht bleibt hiervon unberührt.

(5) Preisgarantie für Frühbucher: Kunden, die einen ausdrücklich als Einführungspreis gekennzeichneten Tarif buchen, behalten diesen Preis für die Dauer des ununterbrochen fortbestehenden Vertragsverhältnisses.

(6) Im Übrigen ist der Anbieter berechtigt, die Preise mit einer Frist von drei Monaten zum Ende einer Abrechnungsperiode anzupassen. Der Anbieter informiert den Kunden in Textform. Der Kunde kann den Vertrag in diesem Fall zum Wirksamwerden der Änderung außerordentlich kündigen; hierauf wird er in der Mitteilung hingewiesen.

§ 5 Laufzeit und Kündigung

(1) Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit.

(2) Bei monatlicher Zahlweise kann der Vertrag mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende des jeweiligen Abrechnungsmonats gekündigt werden. Bei jährlicher Zahlweise mit einer Frist von einem Monat zum Ende der Vertragsjahres.

(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor bei erheblichem Verstoß gegen § 6 oder bei Zahlungsverzug von mehr als zwei Monatsbeträgen.

(4) Kündigungen bedürfen der Textform (E-Mail genügt).

(5) Nach Vertragsende kann der Kunde seine Daten für 30 Tage in einem gängigen Format exportieren. Danach werden die Daten gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

§ 6 Pflichten des Kunden

(1) Der Kunde ist verpflichtet, Zugangsdaten geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Er informiert den Anbieter unverzüglich bei Verdacht auf Missbrauch.

(2) Der Kunde stellt sicher, dass er zur Eingabe der von ihm verarbeiteten Daten berechtigt ist. Dies gilt insbesondere für Daten seiner Beschäftigten und Auftraggeber.

(3) Der Kunde lädt keine Inhalte hoch, die Rechte Dritter verletzen oder gegen geltendes Recht verstoßen. Bei Fotos ist darauf zu achten, dass keine Personen erkennbar abgebildet sind.

(4) Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer schuldhaften Verletzung dieser Pflichten beruhen, einschließlich angemessener Rechtsverteidigungskosten.

(5) Der Kunde ist für die Sicherung eigener Daten mitverantwortlich, soweit ihm Exportfunktionen zur Verfügung stehen.

§ 7 Verfügbarkeit

(1) Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit der Software von 99 % im Jahresmittel an, gemessen am Server-Ausgang des Rechenzentrums.

(2) Nicht als Ausfall gelten geplante Wartungsarbeiten, die der Anbieter mit angemessenem Vorlauf ankündigt, sowie Ausfälle aufgrund höherer Gewalt oder Störungen bei Vorleistungsanbietern, die der Anbieter nicht zu vertreten hat.

(3) Der Anbieter ist berechtigt, die Software weiterzuentwickeln und einzelne Funktionen zu ändern, soweit der vertraglich geschuldete Zweck hierdurch nicht wesentlich beeinträchtigt wird.

§ 8 Nutzungsrechte

(1) Der Kunde erhält für die Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares Recht zur Nutzung der Software im vertraglich vereinbarten Umfang.

(2) Eine Weitergabe der Zugänge an Dritte außerhalb des eigenen Betriebs ist unzulässig. Die tarifabhängigen Grenzen für Objekte, Büro-Nutzer und Foto-Analysen sind einzuhalten.

(3) Die vom Kunden eingegebenen Daten bleiben Eigentum des Kunden. Der Anbieter erwirbt hieran keine Rechte über die zur Vertragserfüllung erforderliche Nutzung hinaus.

§ 9 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.

(3) Die Haftung nach Absatz 2 ist der Höhe nach begrenzt auf die vom Kunden in den letzten zwölf Monaten vor dem schadensauslösenden Ereignis gezahlte Vergütung.

(4) Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen.

(5) Die verschuldensunabhängige Haftung für anfängliche Mängel nach § 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB wird ausgeschlossen.

(6) Der Anbieter haftet nicht für wirtschaftliche Entscheidungen des Kunden, die dieser auf Grundlage von Kalkulationsergebnissen oder Foto-Analysen der Software trifft.

(7) Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nur in dem Umfang, der auch bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden entstanden wäre.

§ 10 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

(1) Soweit der Anbieter im Rahmen der Nutzung der Software personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Dieser ist Bestandteil des Vertragsverhältnisses und unter kalkuly.de abrufbar.

(2) Verantwortlicher im datenschutzrechtlichen Sinne für die in der Software verarbeiteten Daten ist der Kunde.

(3) Im Übrigen gilt die Datenschutzerklärung des Anbieters.

§ 11 Geheimhaltung

Beide Parteien verpflichten sich, vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei geheim zu halten und nur für Zwecke dieses Vertrags zu verwenden. Die Verpflichtung besteht für die Dauer von drei Jahren nach Vertragsende fort.

§ 12 Änderungen dieser Bedingungen

(1) Der Anbieter kann diese Bedingungen ändern, soweit dies zur Anpassung an geänderte Rechtslage, Rechtsprechung oder technische Gegebenheiten erforderlich ist und der Kunde hierdurch nicht unangemessen benachteiligt wird.

(2) Der Anbieter teilt Änderungen mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform mit. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von sechs Wochen nach Zugang, gelten die Änderungen als angenommen. Auf die Bedeutung des Schweigens weist der Anbieter in der Mitteilung gesondert hin. Im Fall des Widerspruchs kann jede Partei den Vertrag zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens kündigen.

§ 13 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Sitz des Anbieters.

(3) Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Textform.

(4) Sollte eine Bestimmung unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.


Stand: Juli 2026